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Tanzkongress
Gefördert als kulturelle Spitzeneinrichtung
Der von der Kulturstiftung des Bundes bereits zweimal ausgerichtete internationale Tanzkongress wird künftig als kultureller Leuchtturm gefördert. Der Tanzkongress soll 2013 und dann regelmäßig alle drei Jahre an wechselnden Orten in Deutschland stattfinden. Die Veranstaltung hat sich in den vergangenen Jahren als publikumswirksames Festival, internationale Leistungsschau, interdisziplinäre Forschungsstätte, als Ideenwettbewerb und Koproduktionsmarkt profiliert.
Zum Hintergrund
Nur dreimal – in den Jahren der Weimarer Republik 1927, 1928 und 1930 – fanden in Deutschland zentrale Zusammenkünfte von Akteuren des modernen Tanzes statt. Unter der Bezeichnung Tänzerkongress wurden diese Treffen zur Legende: Bis zu eintausend Tänzerinnen und Tänzer kamen auf den Veranstaltungen zusammen. Sie proklamierten neue Ideen vom Körper, von freier Bewegung und von der gesellschaftlichen Relevanz des Tanzes. Sie formulierten gemeinsame Interessen und verkündeten eine neue Epoche des Tanzes – bis die Machtergreifung der Nationalsozialisten ihrem Aufbruch ein jähes Ende bereitete.
Die Kulturstiftung des Bundes hat diese abgerissene Tradition unter dem Namen Tanzkongress wieder aufgenommen. 2006 fand auf Initiative und in eigener Trägerschaft der Kulturstiftung des Bundes in Berlin die erste Ausgabe des Tanzkongress statt. Mit 1.700 Besuchern markierte die Veranstaltung einen bedeutenden Erfolg für die Sichtbarkeit der deutschen Tanzszene. Sie bildete zugleich den Auftakt für die von der Kulturstiftung ins Leben gerufene Initiative »Tanzplan Deutschland«. Im November 2009 folgte in Hamburg die Fortsetzung des Tanzkongress. Mehr als 3000 in- und ausländische Tanzkünstler sowie Experten aus den Bereichen Ausbildung, Produktion, Medizin, Recht, aus Interessenverbänden, Kulturverwaltungen und aus der Publizistik machten deutlich, wie groß das Bedürfnis nach fundiertem Austausch über die eigene Kunstform und nach kritischer Reflektion der Belange des Tanzes auf gesellschaftlicher Ebene ist.
Der Tanzkongress hat zu einer signifikanten Mobilisierung der Szene und zu einer öffentlichkeitswirksamen Unterstützung des Tanzes in Deutschland geführt. Einen wesentlichen Beitrag hierzu haben Künstlerinnen und Künstler von Weltruf geleistet – wie zum Beispiel Sasha Waltz, William Forsythe, John Neumeier, Royston Maldoom, Reinhild Hoffmann, Susanne Linke und Vladimir Malakhov, die an beiden Veranstaltungen der Kulturstiftung des Bundes teilgenommen haben.
Sparten:
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| 31.05.2012, 15:00 - 18:00 Uhr | Halle 6, Schwere Reiter Gelände, München | Open Space Forum zum Tanzkongress 2013 |
Das Programm für den Tanzkongress 2013 soll entlang der Interessen der deutschen und internationalen Tanzszene entwickelt werden. Die beiden Projektleiterinnen Sabine Gehm und Katharina von Wilcke laden Tanzschaffende ein, ihre individuellen Anliegen einzubringen, die sich aus ihren Produktionen und Tätigkeiten ergeben. Alle Gäste haben die Möglichkeit, Themen vorzuschlagen, zu denen sich vor Ort dann unter der Leitung von Achim Müller separate Diskussionsrunden bilden. Anmeldungen bitte bis zum 17. Mai 2012 an: info@rodeomuenchen.de |
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Kontakt:
Sabine Gehm, Katharina von Wilcke
Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz 2
10997 Berlin
Tel.: +49 (0)30 - 40 50 59 89
Fax. +49 (0)30 - 40 50 59 86
zentrale@tanzkongress.de
www.tanzkongress.de
Weiterführende Informationen
Tanzkongress 2013 in Düsseldorf
Der Tanzkongress ist ein großes internationales Forum, in dem TänzerInnen, ChoreografInnen, PädagogInnen, WissenschaftlerInnen und ProduzentInnen aktuelle Entwicklungen des Bühnentanzes in Praxis und Theorie zeigen und reflektieren. Von der Kulturstiftung des Bundes initiiert, fand der erste Kongress 2006 in Berlin und der zweite 2009 in Hamburg statt. Aufgrund der großen Resonanz wurde der Tanzkongress als kultureller „Leuchtturm“ in die Spitzenförderung der Kulturstiftung des Bundes aufgenommen und soll im dreijährigen Rhythmus an wechselnden Orten in Deutschland stattfinden. Vom 6. bis 9. Juni 2013 wird die Stadt Düsseldorf zur Tanzbühne und das Areal um das tanzhaus nrw und das Capitol Theater zum Kongresszentrum. Die Deutsche Oper am Rhein, das Düsseldorfer Schauspielhaus, das Forum Freies Theater und weitere Spielstätten flankieren den Kongress mit einem exklusiv für diesen Anlass ausgesuchten Programm, das von Ballett über Zeitgenössischen Tanz bis hin zu interaktiven Performances reicht.
Tanzkongress 2006 und 2009
2006 fand auf Initiative und in eigener Trägerschaft der Kulturstiftung des Bundes in Berlin die erste Ausgabe des Tanzkongress statt. Mit 1.700 Besuchern markierte die Veranstaltung einen bedeutenden Erfolg für die Sichtbarkeit der deutschen Tanzszene. Die Fortsetzung fand im Jahr 2009 auf Kampnagel in Hamburg statt. Rund 220 internationale Referenten haben in 80 Veranstaltungen den Tanz aus künstlerischer, soziologischer, philosophischer und kulturhistorischer Perspektive beleuchtet. Mehr als 3000 in- und ausländische Besucher sind ein Beleg für das starke Bedürfnis nach fundiertem Austausch über diese Kunstform.